Trauerfall A - Rede ohne erhöhten Aufwand

Herr Mustermann ist gestorben. Er lebte alleine und zurückgezogen im Chemnitzer Stadtzentrum. In drei Wochen soll also auf dem Städtischen Friedhof in Chemnitz-Reichenhain die Beisetzung sein. Die Angehörigen bitten um ein Aufnahmegespräch in seiner alten Wohnung. Wir vereinbaren also für den Tag X einen Termin am Nachmittag.

Wir treffen uns am vereinbarten Ort für etwa 30 - 90 Minuten.

Besprochen werden hier der Ablauf der Zeremonie. Ich mache mir Notizen über das Leben von Herrn Mustermann.

Für die notwendigen 4 Musikstücke unterbreite ich Beispiele. Er mochte Klassik, aber auch volkstümliche Lieder.

Für den Einzug der Trauergäste in die Feierhalle werden wir also das Air von Bach hören. Dem schließt sich Am Brunnen vor dem Tore an.

Es folgt meine Rede.

Danach werden wir seine Lieblingssängerin Nana Mouskouri mit Plaisir d'amour hören.

Für den Auszug wird das Cello Sonata von Chopin in der Kurzform gespielt.

Auf Wunsch spreche ich am Grab noch ein paar Worte. Dann können die Angehörigen Abschied nehmen. Ich selbst ziehe mich im Anschluss zurück.

Für die Aufnahme und das Sprechen der Rede veranschlage ich in diesem Beispiel 250,- Euro. Ein erhöhter Aufwand ist nicht zu erkennen. 

Die Musikzusammenstellung kostet Familie Mustermann nichts. Die fällige Gebühren der GEMA werden hier über den Bestatter/Friedhof abgerechnet.

Fahrtkosten entstehen keine.

Die Kosten belaufen sich in diesem Beispiel auf 250,- Euro. Eine entsprechende Rechnungsstellung erfolgt in den nächsten Tagen per Post.

Unabhängig von diesem Beispiel kann es durchaus auch hier zu einem erhöhten Aufwand, durch die Bereitstellung wie etwa eines mobilen Planetariums oder der Hinzuziehung einer Lautsprecheranlage kommen.